Geschäftsführerhaftung2018-03-07T15:32:59+00:00

Geschäftsführerhaftung

Der Erfolg eines Unternehmens bemisst sich nach der Professionalität der Geschäftsführung

Die Sphäre der Haftung der GmbH-Geschäftsführung beginnt mit deren Bestellung. Um präventiv Ihre Haftung in der Geschäftsführung entgegenzuwirken, entwickeln wir entsprechende Strategien. Umgekehrt setzen wir entsprechend Ansprüche auf Schadensersatz gegenüber Geschäftsführern durch. Grundsätzlich ist die Geschäftsführung zur ordnungsgemäßen Unternehmensführung verpflichtet. Sie hat dabei in Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes (Kaufmannes) anzuwenden. Unerheblich ist hierbei die Ausbildung und Professionalität des jeweiligen Geschäftsführers.

Haftungsfallen ergeben sich zum Beispiel durch Zahlungen an Gesellschafter sowie Gewährung von Darlehen an Gesellschafter. Zahlungen, die zur Insolvenzreife führen, Haftung für Handlungen gegenüber Gesellschaftergläubigern/Gläubigerbenachteiligung.

Unsere Erfahrung zeigt, dass die größte Haftungsfalle für Geschäftsführer immer die rechtzeitige Beibringung der Steuererklärung sowie Zahlung der Steuern für die GmbH ist. Die persönliche Haftung des Geschäftsführers ergibt sich nach der Abgabenordnung gegenüber dem Finanzamt. Dabei droht auch immer zugleich für den Geschäftsführer die Gefahr der strafbewehrten Steuerhinterziehung. Die Steuerverkürzung ergibt sich im Übrigen bei der Abführung der Lohnsteuer sowie der Umsatzsteuer.

Nicht anders verhält es sich mit der Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen. Auch hier ergibt sich sowohl ein zivilrechtlicher als auch eine strafrechtliche Haftung. Dem Geschäftsführer obliegt zudem eine Treuepflicht gegenüber der GmbH. Dies ergibt sich aus dem Geschäftsführeranstellungsvertrag. Daher ist es ihm verboten, für andere Gesellschaften (für die Konkurrenz) tätig zu werden.

Der Geschäftsführer der GmbH ist zudem zu einer Verlustanzeige verpflichtet, sobald die Hälfte des eingezahlten Stammkapitals aufgezehrt ist. Bei Verletzung dieser Obliegenheitspflicht durch den Geschäftsführer ist entsprechend eine Haftung zivilrechtlich gegeben und auch dies ist strafrechtlich bewehrt. Die größte Haftungsfalle ist zudem die Pflicht zur Stellung des Insolvenzantrages. Seine Verletzung der Obliegenheit zur Stellung des Insolvenzantrages führt zu einer unbeschränkten zivilrechtliche Haftung sowie zur strafrechtlichen Verfolgung wegen Insolvenzverschleppung. Auch eine Niederlegung der Geschäftsführung befreit nicht von der Haftung. Nach dem MoMiG ist auch eine vermeintlich für geschäftsführerlose GmbH zum Insolvenzantrag verpflichtet durch den jeweiligen Gesellschafter. Insofern trifft auch die Gesellschafter nunmehr verschärft eine Haftung. Gerne übernehmen wir für Sie auch die Verhandlungen mit Ihrer D&O Versicherung.

Ansprechpartner

Dr. Frank Schmitz
Claas Schmidt LL.M.

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